3. Freiraumplanerisches Aufgabenfeld

Bereiche rund um den Bahnhof urban gestalten und nutzen

Rund um den Hauptbahnhof gilt es, neue, attraktive Freiräume zu entwickeln, die zum Verweilen einladen und eine praktische Anbindung Reisender ermöglichen. Vielseitige Nutzungsangebote für den Aufenthalt im Bahnhofsbereich sollen den Hauptbahnhof als Ort neu definieren.  

Ziel ist eine Neubetrachtung der rein verkehrlichen Funktionsweise im Verhältnis zur Aufenthalts- und Verweil-Qualität. Der Steintorplatz und der Hachmann­platz sollen attraktiv nutzbar sein.

Dummy

Deutsche Bahn AG, Christian Bedeschinski

 

Die Anforderungen der Freiraumkonzepte auf einen Blick:

  • Die Bereiche vor dem Bahnhofsgebäude im Osten wie im Westen attraktiv, grün und vielseitig nutzbar weiterentwickeln.
  • Neue Freiräume modern und attraktiv gestalten – die repräsentative Funktion des Bahnhofs wahren.
  • Freiflächen nicht nur an dem verkehrlichen Nutzen ausrichten, sondern Aufenthaltsmöglichkeiten bieten.
  • Besuchenden und Ortskundigen die Orientierung erleichtern.
  • Eine bessere Anbindung an die Umgebungslandschaft wie an den 1. Grünen Ring und die Landschaftsachse Horner Geest für Fahrrad und Fußverkehr ermöglichen.

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Hinweis: Der Online-Dialog wurde zum 28. März 2021 geschlossen. Vielen Dank für Ihre Beteiligung und Ihre Hinweise zu den Aufgabenfeldern des Wettbewerbs. Die eingegangenen Kommentare finden Sie zusammengefasst in einem Impulspapier, welches den teilnehmenden Architekten-, und Planungsbüros sowie den Jury-Mitgliedern zu Beginn der Bearbeitungs­phase im April 2021 zur Verfügung gestellt wurde. Offengebliebene Fragen können Sie weiterhin über unser FAQ einreichen.

Eingegangene Kommentare

Kommentar von Andres Chacon, 28. März 2021

Wie manche schon hier kommentiert haben, dies ist eine große Chance, eine Verbindung (z.B. als Gründach) zum südlichen Teil des Bahnhofs zu gestalten, der das Museum, der Münzviertel und die Bibliothek verknüpft.
Einige Ideen würden schon entworfen und ich hoffe dieser Bereich wird berücksichtigt, hier ein Beispiel: https://www.reichwaldschultz.de/following/reichwaldschultz.de/VISION-POSSIBLE-GRUNER-TEPPICH-HAUPTBAHNHOF-HAMBURG

Kommentar von Jutta Kodrzynski, 28. März 2021

Im Umfeld fehlt ein Fahrrad-Parkhaus, außerdem muss die Bahnhofsmission wieder gut erreichbare, attraktive Räumlichkeiten zur Verfügung bekommen. 

Kommentar von Malte Kurzweg, 28. März 2021

Generell begrüße ich, dass von einer Überdeckung des Gleisfeldes im Süden des Bahnhofs bisher Abstand genommen wird. Dies würde ich mir auch für das nördliche Gleisfeld wünschen. Der optische Bezug zum Bahnhof gehört meiner Meinung nach zum einen zu den besonderen Qualitäten des Hauptbahnhofs und zum anderen macht es das warten auf den Bahnsteigen deutlich angenehmer. die momentan »überdeckten« Bereiche unter der kleinen und großen Wandelhalle mit den anschließenden Straßenbrücken sind auf den Bahnsteigen eindeutig eher unangenehm. Um unter einer möglichen Überdeckung ein angenehmeres Warten zu ermöglichen müsste man, was aus konstruktiver Sicht (drunter liegende Tunnel) nicht möglich ist, das Gleisbett absenken oder die Stadt drum herum anheben.

In der Verbindung an die Umgebung hat das Bahnhofsgebäude eine besondere und fast einmalige Qualität: man kann unter freiem Himmel einmal um den Bahnhof herumgehen, ihn also (mit den notwendigen Anpassungen) theoretisch von jeder Seite erschließen. Diese Besonderheit sollte man viel stärker nutzen und jeder Bahnhofsseite eine bestimmte Aufgabe zukommen lassen. Im Norden den Motorisierten Individualverkehr anschließen, im Osten auf dem Hachmannplatz Aufenthaltsmöglichkeiten vorsehen und die die Grünachsen (Wallringpark und Horner-Geest-Achse) einbeziehen im Süden einen (bitte dezenter als in der Machbarkeitsstudie) zentralen Busbahnhof und zusätzliche Gleiszugänge erstellen und im Westen, in Anlehnung an die Nørreport Station in Kopenhagen von COBE Architekten, einen offenen, gut gestalteten Fahrradparkplatz erstellen.

Insgesamt ist mein Vorschlag den umgebenen Freiraum klar verständlich verschiedenen Funktionen zuzuordnen und so, auch wenn man vielleicht ein bisschen Bequemlichkeit verliert, eine bessere Übersichtlichkeit und Orientierung für ortskundige (die bei dem momentan Gewusel auch mal die Orientierung verlieren) und vor allem ortsfremde Benutzer:innen und Besucher:innen des Bahnhofs zu ermöglichen.

Kommentar von Anonym, 26. März 2021

Mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität für Reisende sind gute Ziele. Die geplanten Gebäude stehen dem aber entgegen. Vor allem die im Süden, die Sonne nehmen und die Sicht zu architektonischen Perlen verbauen. Wenn man im Umfeld des Bahnhofs den "grünen" Teppich für Gäste der Stadt und Kulturinteressierte ausrollen würde (so wie es früher der Wallring tat, mit seinen eingesprenkelten Bildungs- und Kultureinrichtungen), wäre viel gewonnen.

Kommentar von Martin Streb, 26. März 2021

Querung der Kirchenallee eindeutiger, direkter machen zum Spadenteich, zur Langen Reihe, zur Ellmenreichstraße, zum Steintorplatz, zum ZOB, zum MKG, nach Süden zur ÖBH, Münzviertel.
Kirchenallee ohne individuellen Durchgangsverkehr, weniger Fahrbahnen + Radtrasse 
Hachmannplatz repräsentativ gestalten, weniger Parkplätze und nur wenige Taxen, Taxenaufstell- oder Taxenwarteplätze nicht unmittelbar am HBF.
Heidi-Kabel-Platz entweder aufgeben oder aber würdiger und ablesbarer gestalten, nur mit Vorfahrt und Einbeziehung der Parkplätze zu den Gleisen hin.
Steg vor der Nordseite des HBF Entrümpeln (keinerlei Stationäre Entsorgung und Parkplätze), für Fußgänger und Radfahrer attraktiv gestalten als wichtige zusätzliche Ost-West-Querung ohne Bahnhofsnutzung,
Bei Überbauung der Gleise Sichtachsen zur Kunsthalle und in Richtung Alster freihalten
Freiflächen an der Westseite des HBF beleben, besonnte Außengastronomie
Grünstreifen an der "noch" Rückseite des MGK deutlich aufwerten, das gleiche weiter nach Süden.
Suchtkrankenzentrum (täglich hunderte) prüfen und eventuell durch dezentrale weitere Anlaufstellen minimieren, am Südzaun des ZOB Möglichkeit eines betreuten Trinkraumes prüfen. ÖBH im Hühnerposten an Kunstmeile anbinden, Kunstmeile besser erlebbar machen (öffnen, Boulevard, begleitende Kunstobjekte etc.)
Münzviertel mit seinem Wohnen und seinen sozialen Einrichtungen in das Gesamtkonzept einbinden.
Ausstellungshallen (ehem. Blumenmarkt) besser nach Süden anbinden
teilweise (?) öffentliche Nutzung der Leerstände am Anfang der Mönckebergstraße mit Kunstmeile verknüpfen.

Kommentar von R. Gerstmeier, 26. März 2021

Das Rauchen ist im Hauptbahnhof grundsätzlich nicht gestattet. Stattdessen frequentieren rauchende Personen (und teils qualmende Aschenbecher) die vier Eingangs-/Ausgangsbereiche Mönckebergstraße, Spitalerstraße, Steindamm, Kirchenallee. Diese Situation ist für Nichtraucher unzumutbar!
Welche grundsätzlichen Konzepte gibt es, den Schutz der Nichtraucher außerhalb dieser vier Durchgangsbereiche zu gewährleisten?

Kommentar von Desiree W., 24. März 2021

- Der Bereich in Richtung Mönckebergstraße und Spitalerstraße sollte für Fußgänger besser mit dem Hauptbahnhof verbunden werden. Die dort und generell rund um den Hauptbahnhof stark befahrenen und größeren Straßen trennen den Hauptbahnhof insbesondere für Fußgänger von der restlichen Stadt ab. Die großen Straßen in der Umgebung trennen zudem die südliche Stadt (z.B. Hafencity, aber auch die Binnenalter und die Kunsthalle) von der Stadtmitte ab, Radfahren und Spazieren ist dort entsprechend sehr unattraktiv.
- Der Fahrradweg auf dem Bürgersteig vor dem Eingang Hauptbahnhof auf der Seite zur Mönckebergstraße sollte auf die Straße verlegt werden. Dort kommen sich Radfahrer und Fußgänger oft ins Gehege und es kommt zu gefährlichen Situationen mit Passanten. 
- Die unmittelbaren Flächen vor den Eingängen zum Hauptbahnhof werden durch teils stark alkoholisierte (oder unter Drogen stehenden) Menschen besetzt. Teilweise liegen menschliche Fäkalien in unmittelbarer Nähe zu den Eingängen. Rund um den Zugang zur Rolltreppe zur U4 (Seite Kirchenallee) ...und nicht nur dort, sind oft Urinpfützen zu finden, Personen liegen oder sitzen dort auf dem Boden. Insbesondere als Frau abends aber auch schon tagsüber ist es sehr unangenehm dort auch nur lang zu gehen, unvorstellbar sich dort für längere Zeit aufhalten zu wollen. 
- Mehr Grün rund um den Hauptbahnhof wäre wünschenswert (Bäume, Rasenflächen mit Pflanzen und Blumen etc). Auf diesen Flächen sollte der Alkoholkonsum stark eingeschränkt sein, so dass sich dort auch Reisende wohlfühlen und sich der Angstraum, der sich aktuell in unmittelbarer Nähe der Eingänge zum Hauptbahnhof befindet, nicht dorthin verschiebt. 
- Es sollten dennoch genug Plätze für individuelle Autos zur Verfügung stehen, so dass z.B. Gehbehinderte Menschen oder Menschen mit viel Gepäck einen guten Zugang zum Hauptbahnhof z.B. per Auto haben. Besser wäre es, solche Kurz-Parkflächen auf Ebene der Gleise zur Verfügung zu stellen. Auch Bushaltestellen könnten auf Ebene der Gleise liegen. 
So könnte der Verkehr rund um den Hauptbahnhof ggf. etwas reduziert werden und die Reisenden müssten sich nicht mit Gepäck über mehrere Ebenen bewegen. Die unterirdischen Flächen sollten allerdings offen gestaltet sein, so dass hier keine "dunklen" Ecken entstehen. 
- Für Personen mit viel Gepäck oder Gehbehinderte Personen ist es sehr umständlich zwischen den Ebenen zu wechseln (Gleise und Ebene zur Straße hin). Rolltreppen sind teilweise nur in eine Richtung hin ausgerichtet.

Kommentar von Gunvald Larsson, 24. März 2021

In den Planungen für die Umgestaltung des Hbf fehlen mir die KfZ-Parkplätze. Die müssen unbedingt berücksichtigt werden!

Kommentar von M.H., 24. März 2021

Hallo,
wenn das Umfeld in die Planung einbezogen werden soll, dann bietet es sich an, den Bereich von HBF bis zum Spadenteich und vom HBF zum Hansaplatz optisch aufzuwerten. Dadurch entsteht ein vergrößerter "Vorplatz", die jetzt eher tristen Wege würden belebter werden und die Qualität des Viertels würde sich insgesamt für alle verbessern.
Beste Grüsse
M.H.

Kommentar von Lara I., 24. März 2021

Hallo! Viele der Kommentare und die Kommunikation von Seiten der Stadt behandeln die wohnungslosen Menschen und Drogennutzer_innen, die sich im und um den Hauptbahnhof aufhalten als Problem und suchen nach Strategien, diese zu verdrängen. Wie wird den umgekehrt von der Stadt sichergestellt, dass während und nach den Umbauarbeiten des Hauptbahnhofs wohnungslose Menschen NICHT verdrängt werden, insbesondere von ihren Schlafplätze und weiterhin dort Hilfe in Anspruch nehmen können. Angesichts der Pläne, um den Hauptbahnhof eine zusätzliche Einkaufsstraße zu errichten, zitiere aus einer Position der Diakonie Hamburg: "Der öffentliche Raum gehört nicht allein dem Kommerz, der schönen Einkaufswelt und nicht allein den unbeschwerten Freizeitvergnügungen derer, denen es gut geht. Der öffentliche Raum gehört vielmehr allen, auch den Unangepassten, den Anstrengenden, den Ausgegrenzten und den Obdachlosen, diesen sogar vor allem, denn sie brauchen ihn wie niemand anderes, sie haben keinen anderen Ort". Ich bitte sie, auch die Lebensrealität dieser Menschen bei der Planung im Auge zu behalten.

Kommentar von A. Daniel., 22. März 2021

Wie wäre es mit einem "Grün-Deckel" über den Gleisen zwischen Steintorwall und Museum für Kunst und Gewerbe?

Kommentar von Stefan A., 22. März 2021

Guten Tag,
meiner Meinung nach sollte man den Steintorwall zwischen Georgsplatz und Steinstraße für den Privat-Kfz-Verkehr sperren. Dort sollten nur noch Busse und Radfahrer fahren dürfen. Dann könnte man sich die Ampel zur Spitalerstraße sparen und eine Sprunginsel würde ausreichen. Kfz-Verkehr kann genauso gut den Wallringtunnel nutzen.
Das würde die Anbindung an die Innenstadt und die Aufenthaltsqualität deutlich verbessern.

Kommentar von Petra Ludwig-Sidow, 20. März 2021

Wenn man sich den Planungsraum anschaut, besteht er, Bahnkörper und Bahnhof ausgeklammert, zu schätzungsweise 90 Prozent aus Verkehrsflächen für den motorisierten Individualverkehr. Der Weg zum Hauptbahnhof besteht auf den letzten 50 bis 100 Metern nur aus dem Überqueren von Straßen und Kreuzungen. Der Mensch, der sich mit eigener Körperkraft fortbewegt, bleibt dabei auf der Strecke. Ein Bedürfnis sich aufzuhalten, kann nicht entstehen. 
Hinzu kommen die breiten, offenen Gleisbereiche, die ebenfalls wie eine Wunde in der Stadt wirken. Urbanität entsteht durch einen Wechsel von Dichte durch Gebäude und Offenheit durch Grünflächen, aber nicht durch offene Flächen für lauten Verkehr, egal ob schienen- oder straßengebunden. Wo gestalterische Elemente wie Bäume versuchen, das Gefühl abmildern, als Fußgänger (oder auch Radfahrer) an den Rand gedrängt zu sein, ist infolge der Lautstärke (durch PKW, LKW und auch Busse), die Möglichkeit, sich zu unterhalten, stark eingeschränkt.

Die Bereiche in Bahnhofsnähe, insbesondere im Übergangsbereich von der U-Bahn, sind für Frauen und Kinder Angst-Räume. Sie sind dunkel, von zwielichten Typen, Betrunkenen und Drogensüchtigen besetzt. Als Frau, auch im fortgeschrittenen Alter, bevorzuge ich, wie viele, die ich kenne, zum Umsteigen den Dammtorbahnhof, auch wenn der Weg von der U-Bahn weiter ist. Es wäre also wesentlich, zu fragen, was ist der Unterschied? Auf der einen Seite des Dammtorbahnhofs ist ebenfalls eine furchtbarer "Verkehrsfluss" zu überqueren, aber die andere Seite wirkt menschenfreundlicher, Fußgängerbrücke und die nahe Grünanlage erzeugen dies Gefühl. Es gibt nichts Unterirdisches, das Bahnhofsgebäude ist (seit der guten Sanierung) hell und dadurch freundlich. Auf den Bahnsteigen fühlt man sich nicht bedroht, dort ist es licht, und, das muss man leider sagen, es hält sich dort auch ein anderes Klientel auf.
Was braucht es also am Hauptbahnhof?
- alles muss im Bahnhof, in der Halle, auf den Bahnsteigen und auf den Umsteigewegen zwischen ÖPBV-, Regional- und Fernverkehr alles heller und lichtdurchfluteter werden
- es darf keine düsteren Ecken geben, keine uneinsehbaren Pinkelplätze, die auch durch den hässlichen Polizeicontainer fürs Gefühl nicht sicherer werden.
- der Bahnhof sollte nicht von lauten, breiten Straßen umflossen werden. Breite Straßen führen zu mehr Autos und weniger Aufenthaltsqualität.
- ein leider wohl notwendiger Parkplatz, um Menschen mit schweren Koffern zum Zug zu bringen, sollte in den Untergrund verlagert werden. Parkplätze machen alles ungemütlich und abstoßend. Parkplätze auf Gleisniveau würden auch den Transport von schwerem Gepäck erleichtern.
- für Zu-Fuß-Gehende sollte nichts Unterirdisches geschaffen werden, nicht solche schrecklichen Räume wie der zwischen Saturn/Ex-Karstadt-Sporthaus-UG und Bahnsteigbrücke, der düster ist und immer dreckig wirkt, egal wie sauber er gehalten wird. Seltsamerweise tritt das Gefühl bei den tieferen Geschossen des Berliner Hauptbahnhofs nicht auf, vielleicht weil alles irgendwie offen ist.
- für auswärtige Besucher (vom Hamburger Stadtrand oder Umland) und Touristen wäre anstelle der Autoorientierung eine Radorientierung gut, mit Fahrradstation, die Räder sicher aufbewahrt und verleiht (Bsp. Bhf. Kiel). Es braucht allerdings eine Lösung für Ältere. Autonom fahrende Elektroshuttle?
- es sollten Grünflächen, mehr Bäume (nicht in schotterbestückten Kübeln) mehr Sitzgelegenheiten auf Kosten des Straßenraums und der Flächen für den ruhenden Verkehr um den Bahnhof verteilt werden. Und vielleicht lichte, nach oben offene, architektonisch witzig gestaltete Pissoire, um die Grünflächen zu verschonen.
- Einschränkung des Verkaufs von Alkoholika an Kiosken?
- optimal wäre, wenn anstelle der vielen Busse, eine Straßenbahn in einem Rasengleisbett dort fahren würde (Bsp. Hptbhf Berlin), aber so etwas findet sich, dank Olaf Scholz, ja leider nur in anderen europäischen Städten, die nicht vor Straßenbahnnetzneubau zurückschrecken.
- bei zukünftig häufigeren heißen Tagen wäre eine architektonische Lösung für die Bebauung rund um den Bahnhof mit lichten Arkadengängen denkbar. Baut man die Häuser über die Fußwege, hätte man auch mehr Innenraumflächen 
- Aufenthaltsqualität hat auch mit Ästhetik zu tun. Die Gebäude auf der Westseite, der Seite der Spitaler Straße tragen nicht dazu bei.
- die Wege zum Wechsel zwischen den Verkehren sollten barrierefreier werden, vielleicht gibt es andere Lösungen, als die wenigen Fahrstühle, die häufig kaputt sind. Solche Wege ließen sich mit mehr räumlicher Aufenthaltsqualität kombinieren.
- es muss mit mehr Sozialarbeit und guten Ideen eine Lösung für die Menschen gefunden werden, die dort durch ihre hoffnungslose Lebenssituation an der Schaffung von Angst-Räumen beteiligt sind. Sie von in Zukunft vorhandenen Aufenthaltsqualitäten eines neuen Hochglanzbahnhofs fernzuhalten, verlagert nur das Problem zu anderen Bahnhöfen. Eine reiche Stadt wie Hamburg sollte das typische Bahnhofsproblem sozialverträglich lösen können.

Kommentar von C. Gieseke, 19. März 2021

- Sperrung der Zufahrt zum Hauptbahnhof über die Kirchenallee für den Individualverkehr! Nur ÖPNV, Anwohner und Taxen zulassen!
- Schaffung alternativer Umsteigepunkte für Kreuzfahrttourismus außerhalb der Hauptbahnhofzone (z.B. an der U4 in der Hafencity)!
- Viele Sitzmöglichkeiten im Bereich Kirchenallee.

Kommentar von Günter Westphal, 17. März 2021

Sehr geehrte Ausloberin,

als unmittelbarer Nachbar südlich des Hauptbahnhofs beheimatet das Münzviertel seit der Jahrhundertwende alle jene sozialen Zentraleinrichtungen, die man aus Stadtsanierungs- bzw. Gentrifizierungsgründen oberhalb der Gleise rund um den Hauptbahnhof nicht haben wollte wie „hoffnungsorte hamburg“ für wohnungslose Menschen, „Drob Inn“ für drogenabhängige Menschen und „alsterdorf assistenz ost“ für Menschen mit Assistenzbedarf. 

Statt Abwehr betreiben wir seit 2013 das „Werkhaus zur Verschränkung zur Verschränkung von Pädagogik, Kunst und Quartiersarbeit“, ein niedrigschwelliges Angebot für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Jungerwachsene bis zum Alter von 27 Jahren: www.werkhaus-muenzviertel.de/


Es überrascht uns wenig, wenn bei Ihnen unter: „3.1 Lage im Stadtraum“ zwar über den städtebaulichen Anschluss des Johanniswall (Kunstmeile) und dem Steintorplatz (St. Georg / Landschaftsachse Horner Geest) blumig geschrieben wird aber das Münzviertel unter dem Motto: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ als soziale Abstellkammer des sozialen Brennpunkts Hauptbahnhof keine Erwähnung findet. 

Gegründet in den Erfahrungen unserer fast 20jährigen gemeinwesenorientierten Stadtteilaktivitäten über Ihre städtebaulichen Gestaltungsmaßnahmen (Neubebauung ehemalige Schule für Hörgeschädigte Schultzweg / Abriss des City-Hofes) fragen wir Sie mit aller Deutlichkeit nach der sozial-städtebaulichen Ausrichtung Ihrer Umgestaltung rund um den Hauptbahnhof. Wir sind gespannt. 

Stadtteilinitiative Münzviertel 

Kommentar von Jo Licht, 17. März 2021

Der Bahnhof sollte im Zuge der Umplanungen besser für Fahrradfahrer (und für Fußgänger) erschlossen werden. Ein Highline-Trasse ähnlich dem Beispiel in New York, welche parallel zu den Gleisen nach Süden Richtung HafenCity und den Erweiterungen Richtung Kleinem Grasbrook führen und welche das Gleisfeld passierbar macht, sollte berücksichtigt werden.

Kommentar von Jo Licht, 17. März 2021

Das Gleisfeld südlich des Hauptbahnhofs (zwischen Banksstr. und Högerdamm) wird heute nur als Interims-Parkplatz für Züge genutzt. In Zeiten der Digitalisierung ist jetzt schon möglich, notwendige Züge "Just-in-Time" in den Bahnhof zu fahren und weiter außerhalb der Innenstadt parken zu lassen. Dadurch würde eine Stadterweiterungsfläche frei, welche die Gebiete Innenstadt, Münzviertel, Großmarkt, HafenCity und City Süd zusammen wachsen lassen würde. Platz für ein neues heterogenes und der Idee "Verbindung von Arbeiten, Wohnen und Freizeit" folgendes Hamburger Innenstadtviertel.
Dieses Gebiet sollte mit der Erweiterung des Hauptbahnhofs mit geplant und umgesetzt werden.

Kommentar von Marcel Mauthner, 13. März 2021

Und was machen Sie mit der wachsenden Zahl von Obdachlosen in und am Hauptbahnhof (vor allem auch in der kalten Jahreszeit)?