4. Aufgabenfeld Mobilität und Erschließung

Anbindung an urbane Mobilität und ÖPNV

Ein Ziel der Umstrukturierung des Bahnhofsumfeldes ist es, stadträumliche und bauliche Barrieren aufzuheben. Eine sichere und komfortable Erreichbarkeit des Haupt­bahnhofs und seiner Umgebung muss für alle Verkehrs­teil­nehmenden gewährleistet sein. Hierfür gilt es vor­handene Anbindungen klug zu vernetzen und die Domi­nanz durch den Autoverkehr aufzubrechen. 

Die Bedeutung des Hauptbahnhofs als Schnittstelle im Nah- und Fernverkehr wird mit der Entwicklung alter­nativer Mobilitätskonzepte deutlich zunehmen. Um den komfortablen Umstieg auf urbane Fortbewegungsmittel bestmöglich zu gewährleisten, bedarf es einer entsprech­enden Planung. Haltestellen für den öffentlichen Nahver­kehr, Stellplätze für Sharing- oder Elektrofahrzeuge gilt es dabei ebenso zu berücksichtigen wie sichere Fahrrad­parkhäuser.

Dummy

Deutsche Bahn AG, Oliver Lang

Die Anforderungen für Mobilitätskonzepte auf einen Blick: 

  • Die Anbindung aller Verkehrsträger sicherstellen.
  • Die Bedürfnisse von Fußgänger:innen sowie von Radfahrer:innen besonders berücksichtigen.
  • Das Bahnhofsumfeld barrierefrei und komfortabel nutzbar gestalten.
  • Die Anbindung an urbane Mobilitätsangebote und eine sichere Unterbringung von Fahrrädern in Parkhäusern gewährleisten.
  • Die Intermodalität, d.h. die Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel im Verlauf eines Weges, fördern.
  • Die Konzentration des motorisierten Individualverkehrs in den Norden des Hauptbahnhofs verlegen.
  • Innovative Liefer- und Entsorgungskonzepte entwickeln.

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Hinweis: Der Online-Dialog wurde zum 28. März 2021 geschlossen. Vielen Dank für Ihre Beteiligung und Ihre Hinweise zu den Aufgabenfeldern des Wettbewerbs. Die eingegangenen Kommentare finden Sie zusammengefasst in einem Impulspapier, welches den teilnehmenden Architekten-, und Planungsbüros sowie den Jury-Mitgliedern zu Beginn der Bearbeitungs­phase im April 2021 zur Verfügung gestellt wurde. Offengebliebene Fragen können Sie weiterhin über unser FAQ einreichen.

Eingegangene Kommentare

Kommentar von Gerrit Masermann, 28. März 2021

Sehr geehrte Damen und Herren, 

da die Zeit zur Teilnahme am Bürgerdialog in kürze endet möchte ich meine Einwürfe noch kurz als Stichpunkte aufführen. Diese können gerne im weiteren Dialog ausgeführt werden. 

-Querverbindung aller Gleise als Brücke in der Mitte der Wandelhalle. Dies entlastet den Südsteg und auch die Wandelhalle von Gästen die den Hamburger Hbf nur zum Umstieg nutzen. 
-Erhöhung der Geschwindigkeit auf der Verbindungsbahn. Haltepunkt Dammtor für den Fernverkehr schließen. Haltezeiten binden enorme Kapazitäten.
-Einfahrgeschwindigkeiten in den Bahnhof Hamburg Hbf erhöhen, auch im Zulauf. 
-Ausbau der Güterumgehungsbahn 2 gleisig 
- Verbindungskurve in Rothenburgsort von der Güterumgehungsbahn zur Strecke Berlin-Büchen-Hamburg 
-Verbindungskurve von der Güterumgehungsbahn Richtung Hamburg Langenfelde Neuer Bahnhof Altona Nord 
-2 Gleisiger Ausbau der Fernbahn zwischen Hamburg Rothenburgsort und Berliner Tor (Anckelmannplatz)

Als Eisenbahner und somit regelmäßiger Nutzer des Hamburger Hauptbahnhofs sowohl als Kunde als auch als Lokführer sind mir die Gegenwärtigen Probleme von beiden Seiten geläufig. Gerne würde ich den Dialog mit meinen Fachkenntnissen weiter bringen, und die Attraktivität des Hamburger Hauptbahnhofs steigern.

Mit freundlichen Grüßen 


 

Kommentar von Rainer J., 28. März 2021

Laut Präsentation vom 22.03.2021 ist vorgesehen, sämtlichen privaten Autoverkehr oberhalb des nördlichen Gleisfeldes zu bündeln (Kiss & Ride). 

Bitte bei der Neuordnung der Verkehre berücksichtigen, dass der Bahnhofs-Zielverkehr nicht mehr durch St. Georg (Lange Reihe) geführt werden kann. Diese lokale und zu enge Stadtteilstraße nimmt heute überwiegend den Durchgangsverkehr mit Richtung Hbf (insbesondere Taxen) bzw. Parkverkehre zur östlichen Innenstadt auf. Bitte St. Georg bei der Entwicklung des Hauptbahnhofs so geschickt vom nicht stadtteilbezogenen Autoverkehr abbinden, so dass sich das Stadtviertel verkehrsberuhigt weiter entwickeln kann! "An der Alster" und "Adenauerallee" sind aufgrund Ihres Querschnitts deutlich besser geeignet, den Kfz-Verkehr aufzunehmen.

Danke!

Kommentar von Malte Kurzweg, 28. März 2021

Die Konzentration des motorisierten Individualverkehrs auf der Nordseite finde ich sehr begrüßenswert. Insbesondere um die momentan zur Rückseite verkommenen, repräsentativsten Seite des Bahnhofs gerecht zu werden. Hier könnte man im Bereich der momentanen Anliegerparkplätze der Wandelhalle analog zu Hamburg Airport eine Drop-Off und Pick-Up Zone als Einbahnstraße anlegen und das Empfangsgebäude, in dem ehemals Wartesäle und Gepäckabfertigung untergebracht waren, zu einer Empfangshalle ausbauen in der die imposanten Rundbögen in voller große erlebbar gemacht werden und so eine repräsentative Fläche entsteht. Zwischen Gleisbett und Bieberhaus könnte ein möglichst großzügiger Bereich für Taxen und Car-Sharing Angebote untergebracht werden.

Auf der Westseite wäre es denkbar eine offenen Fahrradabtellbereich herzustellen (in Anlehnung an die Nørreport Station in Kopenhagen). In dem angrenzenden Seitenbau könnte eine Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt sowie ein Service-Kiosk von StadtRAD untergebracht werden. Über diese Lage hätte man eine gute Anbindung an die umliegenden Velorouten und könnte zusätzlich eine Fahrradstraße zwischen HafenCity und Alster erstellen.

Der Kommunaltrasse im Süden mit einer Bushaltestelle und zusätzlichen Gleisabgängen habe ich soweit nichts entgegenzusetzen. Hier muss meiner Meinung nach aber vor allem auf zwei Punkte geachtet werden: Die Imposante Südfassade des Bahnhofs sollte möglichst frei und unverbaut bleiben; Die zusätzlichen Gleisabgänge sollten von vornherein mit Aufzügen hergestellt werden. Die momentan einzigen und häufig defekten Aufzüge in der Wandelhalle brauchen dringend Unterstützung, zumal der Weg von U1/U3 bis zu Wandelhalle für eine mobilitätseingeschränkte Person doch sehr weit ist.

Zur Westseite schlage ich vor auch diese, im Bereich zwischen Steintorwall und Ernst-Merck-Straße, als Kommunaltrasse auszubilden und auch im Süden die Kommunaltrasse bis zum Kreuzweg zu erweitern. Dies würde zu einer besseren Nutzbarkeit, Verbindung und Aufenthaltsqualität zwischen ZOB und Hauptbahnhof führen und die Menschenmassen würden sich durch bessere Querungsmöglichkeiten der Straßen besser verteilen.

Darüberhinaus sollte versucht werden die zahlreichen Zu und Ausgänge der U-Bahnen besser zu kennzeichnen und der aus der U-Bahn kommenden Personen die Orientierung z.B. durch farbige Bodenmarkierungen erleichtern.
Die Wichtigkeit einer Erweiterung der Überdachungen zwischen den Ein- und Zugängen halte ich für zu hoch angesetzt. Zum einen kommen die meistern Hamburger:innen gut mit allen verschiedenen Witterungen zurecht und des Weiteren kann man ja nicht die gesamte Stadt überdachen nur damit man nicht nass wird, deswegen sollte man darauf auch am Hauptbahnhof nicht so großen Wert legen. Ich denke es reicht ein gewisser Witterungsschutz an den Hauptzugängen um sich orientieren zu können, sowie an Bushaltestellen und auf den Bahngleisen. Immer dort, wo ein längerer Aufenthalt notwendig ist. Trockenen Fußes irgendwo hinzukommen kann man mit Dächern beim Hamburger Horizontalregen sowieso nicht gewährleisten.

Kommentar von Anonym, 26. März 2021

Bessere Anbindung an andere Verkehrsträger ist gut, aber bitte nicht in der Achse Mönckebergstraße, die zum Rathaus führt. Die sollte großzügig, grün und weit bleiben/werden. Auch der historische Wallring müsste grüner werden und die Südseite grün und offen in Richtung des Museums und des ZOB. Die Ostseite nach St. Georg könnte urbaner sein, die Nordseite auch.

Kommentar von Martin Streb, 26. März 2021

Fahrradverkehr stärken durch Radtrassen und dezentrale Abstellmöglichkeiten, mit Überwachung, eventuell in Parkhäusern.
Dezentrale (?) Vorfahrten (kiss and ride) statt Abstell/Parkplätze.
Ampelschaltungen freundlicher für Radfahrer und Fußgänger.

Kommentar von Maria Martinsen, 25. März 2021

1. Glockengießerwall / Steintorwall
Aktuell ist der Hauptbahnhof von der Innenstadt abgekoppelt; Aus diesem Grund sollte der Glockengießerwall / Steintorwall zwischen Georgsplatz / Ernst-Merck-Straße und Steinstraße / Altmannbrücke für den MIV gesperrt werden.

2. Nördliches Gleisfeld
Das nördliche Gleisfeld zwischen Ernst-Merck-Straße und Wandelhalle sollte gewinnbringend mit Bürogebäuden und einem Hotel überbaut werden um 
a) finanzielle Einnahmen für den weiteren Umbau des HBF generieren zu können
b) das Umfeld vor Emissionen (Lärm) durch den HBF zu schützen 

3. Südliches Gleisfeld
Das südliche Gleisfeld zwischen Steintordamm und Altmannbrücke sollte neben dem "Modul B" desweiteren mit einem Park (siehe Parkentwurf der Initiative Altstadt-für-Alle) überbaut werden mit dem Ziel:
a) die Aufenthaltsqualität (Sitzgelegenheiten, Spielplatz, Cafe im Freien) im Umfeld des HBF auszubauen
b) den Grünflächenanteil im Innenstadtbereich zu erhöhen
c) neben neuen Abgängen im Bereich des heutigen Steintordamm auch Abgänge im Bereich der aktuellen Altmannbrücke errichten zu können
d) das Umfeld vor Emissionen (Lärm) durch den HBF zu schützen 
e) neue Wegebeziehungen zwischen dem Kontorhausviertel / Johann Kontor (ehemals City-Hof Hochhäuser) und St. Georg / Museum für Kunst und Gewerbe zu ermöglichen

4. Südsteg
Nach Errichtung der Kommunaltrasse und des "Modul B" sollten alle Ladenflächen vom Südsteg in das "Modul B" umziehen und eine maximale Durchlässigkeit zwischen Südsteg und Kommunaltrasse erzielt werden.

ANMERKUNG:
Leider hat man es versäumt an den ELBBRÜCKEN neben dem S- und U-Bahnhof auch einen REGIONALBAHNHOF (wie ehemals jedoch geplant - siehe "Chicago Square") zu errichten - dieser wäre exakt genausoweit vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt gewesen wie in Berlin der Bahnhof Potsdamer Platz vom dortigen Hauptbahnhof und hätte deutlich zur Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofs beigetragen (Umstieg Richtung Süden, Osten (Berliner Tor) und Westen (Verbindungsbahn + City-Tunnel).

Kommentar von Matthias Danielsen, 25. März 2021

Unbedingt den Verbindungsbahn-Entlastungstunnel mit einplanen.

Bei einer Lage der Tunnelhaltestelle in N-S-Richtung parallel zur Kirchenallee/Hachmannplatz könnte man über die Verteilerebene eine super (unterirdische) Querverbindung zwischen U2/U4/U5 und U1/U3 schaffen. Das fehlt heute total. 

Kommentar von Carmen Hagemeister, 22. März 2021

Alle Treppen zu Gleisen sollten durch Rampen ersetzt werden. Ich habe das Umsteigen mit Rampen in der Schweiz erlebt und war sehr positiv überrascht. Es ist schnell und komfortabel. Dazu einfach für Menschen mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen, Rollkoffer, Fahrrad. Keine defekten Aufzüge, keine Warteschlangen vor den Aufzügen. Und es funktioniert sogar bei Stromausfall.

Kommentar von B. Feindt, 22. März 2021

Eine unkomplizierte Abgabe von Gepäckstücken und Koffern, damit der Besucher der Stadt sich noch einmal im Umfeld des Bahnhofes umschauen und etwas konsumieren kann. Auch wenn Platz für andere Nutzungen wegfällt ist man von der Last der Gepäckstück entledigt und kann unbeschwert flanieren. Eine Box ist dafür keine gute Alternative, da es zu lange dauert. (Weihnachtsbus für Einkäufe)
Eine Paketabholmöglichkeit bevor ich nach Hause fahre.
Auf den digitalen Werbeflächen in der Halle Infos statt Werbung, aktuelle Dinge erläutern, wie zum Beispiel neue Buslinien X35, damit die Nutzer auch vom Angebot erfahren und es auch nutzen.

Kommentar von Stefan A., 22. März 2021

Folgende Vorschläge habe ich:
- Anbindung der Bahnsteige an die Altmannbrücke (wo möglich)
- zusätzlicher Zugang zu U Steinstraße (Ecke Steintorfall/Altmannbrücke)
> Entzerrung der Umsteigesituation zur U1 hin (und ggf. Busse)
- Auf der Altmannbrücke eine Sprunginsel für Fußgänger und Tempo 30 für einen kurzen, sicheren Weg zur Zentralbibliothek
- Fahrradabstellanlage oberhalb des S-Bahn-Stellwerks
- Bessere Radwegeanbindung zur Außenalster (z.B. durch den Alsterpark (Weg verbreitern) und im Anschluss eine Brücke über die Straße "An der Alster".
- Kirchenallee schmaler machen (nur noch 2 Fahrstreifen) und besser für Fußgänger zu queren.

Kommentar von Lorenz Muck, 21. März 2021

Mehrere direkte Verbindungen zwischen den nah- und Fernverkehrslinien - mit stabilem Rolltreppen und Personenförderbändern.

Mehrere kleinere Fußgänger Treppen und Brücken um Wege zu kürzen und Ströme zu trennen.

Ein Park am Dach und rooftop cafes wäre eine grüne und einzigartige neue Sehenswürdigkeit.

Kommentar von Daniel Morichon, 20. März 2021

Fahre gerne Rad zum Bahnhof über die Mönckenbergstraße, insbesondere wenn ich die S-/oder U-Bahn verpasst habe, und wünsche mir eine Fahrradabstellmöglichkeit unweit vom Gleis 14, woher die meisten Bahnverbindungen nach Hannover, Köln, etc. herfahren. 

Kommentar von Jonas Meißner, 20. März 2021

Es ist nicht nur wichtig, das direkte Umfeld des Bahnhofes Fahrrad- und Fußgänger freundlich zu gestalten, sondern auch die anliegenden Straßen und öffentlichen Räume, um eine wirklich nachhaltiges Verkehrskonzept zu schaffen.
Dazu sollten enge Abstimmungen mit der Stadt erfolgen und nicht nur der Bahnhofskosmos betrachtet werden. 
Es muss für die Pendler vorteilhaft werden, mit dem Fahrrad zum Bahnhof zu fahren, damit der Umstieg leicht fällt. Dazu zählen, geräumige und groß dimensionierte Fahrradparkhäuser genauso wie ein direkter, überdachter Anschluss der Fahrradstellplätze an den Bahnhof.

Kommentar von Matthias Selk, 19. März 2021

Für eine langfristige und dauerhafte Lösung sollte über eine teilweise oder komplette Auslagerung des Fernverkehrs nachgedacht werden. Dazu wäre die Anlage eines neuen Fernbahnhofs im Bereich des Großmarktes an Banksstraße eine mögliche Option, da dort eine Verknüpfung mit den bestehenden Zulaufstrecken möglich ist. Hier befand sich auch bereits in den Anfangsjahren der Hamburger Eisenbahngeschichte der Berliner Bahnhof. Im Hauptbahnhof würden somit große Kapazitäten für den zunehmenden Regionalverkehr und eine künftige Erweiterung der S-Bahn frei.

Kommentar von Julian Beck, 19. März 2021

Ich könnte mir vorstellen, dass man versucht, den U-/S- und sonstigen Regionalverkehr in einen südlich vorgelagerten Bahnhof großteils auszulagern. Unterirdisch wäre schließlich die Infrastruktur bereits da.

Kommentar von Alexander Montana, 18. März 2021

Die südliche Erweiterung des Hbf sollte so gestaltet werden, dass später einmal eine zweite Ebene als Kopfbahnhof errichtet kann. Sollte der Bahnverkehr auch langfristig zu nehmen, würde es sich anbieten die Altmann-Brücke abzubrechen, um dort den neuen Kopfbahnhof anzuschließen. Im Idealfall würde das bei den Planungen und Umsetzungen zum anstehenden Projekt berücksichtigt werden. Dann könnten die Bauwerke später passend "angeschlossen" werden und die Fußwege würden schon jetzt dafür gedacht. Die Verlegung von neuen Ferngleisen als Tunnel ist wegen des schwierigen Untergrunds (Kanäle) sehr aufwendig und unwahrscheinlich. 

Ferner würde es sich anbieten, um künftigen Anbau über der Steintorbrücke oberhalb der Kommunalstraße in der ersten Ebene Gastronomie (zum Verweilen) einzurichten und darüber Büros. Es macht doch keinen Sinn, da nur eine Glaskuppel - ohne etwas - zu errichten. Soviel Licht brauchen doch die umsteigenden Busfahrgäste nicht. Hier sollte man eher einen mittigen Lichtschacht einplanen. So könnte man von der Gastronomie auf den Bus- und Bahnbetrieb schauen und die umsteigenden Fahrgäste hätten tagsüber ausreichend Tageslicht. Durch diese Maßnahmen könnte der Anbau insgesamt kleiner gehalten werden und er wäre vermutlich günstiger. Zudem würde es mehr Fläche für einen oben beschriebenen Kopfbahnhof in Ebene zwei geben. 

Kommentar von Martin Drube, 17. März 2021

Eine direkte Treppenanbindung an die Altmannbrücke von den Bahnsteigen im Süden könnte interessant sein und vor allem die Verkehrsströme von den Bahnsteigen 11-14 entlasten. Eine Fußgängerverbindung bis zu den Kanälen an den Deichtorhallen wäre ansprechend wenn dabei nicht so viele Straßen gekreuzt werden müssten.
Das Einrichten eines Fähranlegers in Höhe Deichtorhallen/Oberhafenbrücke wäre für Touristen und Bewohner in der Freizeit eine Alternative zu den Bahnen um an die Landungsbrücken und den Elbstrand zu kommen.
Eine Fährlinie, welche die Landungsbrücken mit der neuen SPNV Station Elbbrücken verbindet, könnte das Umsteigeaufkommen am Hbf entlasten.

Kommentar von Michael Jaeckel, 10. März 2021

Man könnte ein Fahrradparkhaus über den Gleisen auf der Nordseite bauen. Aus dieser Richtung sind die meisten Radfahrenden zu erwarten, und dann nehmen Fahrräder nicht so viel Platz von der geplanten Erweiterung auf der Südseite in Anspruch.

Kommentar von Ewald Hauck, 09. März 2021

Es geht hier offensichtlich nur darum, das Umfeld zu gestalten. Das finde ich zu kurz gesprungen.
Der Hauptbahnhof hat aber noch ganz andere Probleme, die innerhalb des Bahnhofs liegen. Ich finde es sehr ernüchternd, wenn zu diesem Bereich offenbar gar nichts vorgesehen ist. 
Ich nenne nur als Beispiele:
Übergang von S- und Fernbahn und Nahverkehr zur U 3. Ein Nadelöhr sondergleichen. Wie soll das behoben werden?
Was ist mit den viel zu schmalen Treppen hinunter auf die Bahnsteige?
Warum geht man nicht die ernsthafte Prüfung an, den ehemaligen Fußgängertunnel unter dem Südsteg zumindest bis Gleis 8 wieder zu öffnen?
Was geschieht mit den zu schmalen S-Bahnsteigen (insbes. Gleis 1 und 2)?
Wie soll das ganze werden, wenn auch noch die S 4 durch die Gleise 1 und 2 geschleust werden?
Was ist mit der Planung, einen zusätzlichen Bahnsteig zu bauen (Gleis 9 überbauen)?
Was ist mit den Möglichkeiten, von den Gleisen 11 bis 14 eine Öffnung mittels zusätzlicher Treppen Zugänge zur Steinstraße zu schaffen?
Wie sieht die betriebliche Optimierung der DB aus, um Verspätungen zu vermeiden (Kreuzungs- und Rangierverkehr anders organisieren)?
All diese Fragen wurden schon in Konzepten behandelt und Lösungsvorschläge unterbreitet (2016!!).
Aber vermutlich liegt es daran: Mit dem Konzerngeflecht Deutsche Bahn kann es die Stadt Hamburg nicht aufnehmen. Schade.

 

Rückmeldung zum Kommentar von Ewald Hauck vom 9. März 2021

Sehr geehrter Herr Hauck,

zu Ihrer Frage nach Engstellen im Übergangsbereich: Auf Südstegsniveau ist eine Verbesserung der Zugangssituation Teil der Wettbewerbsaufgabe. Die bestehenden Südstegtreppen in der Bahnhofshalle sollen durch die neuen zusätzlichen Bahnsteigzugänge südlich der Steintorbrücke entlastet werden. Eine Verbreiterung der Bestandstreppen führt zu Engstellen im Bereich der seitlichen Durchgänge an den Bahnsteigkanten. 

Zu Ihrer Frage bezüglich der Nutzung des ehemaligen Fußgängertunnels: Der ehemalige Fußgängertunnel ist komplett genutzt durch Technische Anlagen. Die Wiederinbetriebnahme des alten Personentunnels ist auch hinsichtlich der brandschutztechnischen Ertüchtigung und wegen der Barrierefreiheit kritisch. Eine unterirdische Führung der Fußgängerströme ist aufgrund von Licht,- Komfort,- und Sicherheitsaspekten nicht opportun. Die Personenströme sollen zukünftig oberirdisch über die Steintorbrücke geführt werden. 

Zu Ihrer Frage zu den S-Bahnsteigen 1 und 2: Der Zwangspunkt ist hier die Bestandsbreite der Tunnelröhre. Der Bahnsteig wurde jedoch aufgeräumt und die Aufbauten reduziert. 

Zu Ihrer Frage zu zusätzlichen Bahnsteigen: Dieses Thema ist durch die DB Netz in Prüfung, aber nicht Bestandteil der städtebaulichen Aufgabenstellung im Wettbewerb. 

Zu Ihrer Frage bezüglich zusätzlicher Treppenzugänge zur Steinstraße: Zusätzliche Bahnsteigzugänge sollen südlich der Steintorbrücke platziert werden. Zugänge im Bereich Steinstraße sind daher nicht erforderlich und aus Sicherheits,- und Platzgründen nicht praktikabel. 

Wir hoffen Ihren Fragen damit gerecht geworden zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Projektteam HbfHH

Kommentar von Len-Lübbert Brons, 05. März 2021

In Bezug auf die Anschlussmobilität sind mir drei Aspekte wichtig, die ich gerne besonders berücksichtigt wissen möchte:

  • Bushaltestellen direkt auf der überdachten Steintorbrücke mit sehr kurzen Umsteigewegen über die Treppen zum Bahnsteig.
  • Größtmögliche Dimensionierung der Fahrradparkhäuser mit kurzen Wegen zu den Zügen.
  • Umfassendes und automatisiertes Fahrradverleihangebot direkt am/im Bahnhof.