1. Übergeordnetes Aufgabenfeld

Ein Ort der Begegnungen – mitten in Hamburg

Der Hamburger Hauptbahnhof liegt im Herzen der Stadt. Er ist Startpunkt, Zwischenstation und Ziel für die vielen Besuchenden sowie Bürger:innen Hamburgs. Seine Rolle als zentraler Treffpunkt in der Stadt soll ausgebaut und seine prägende Wirkung auf das Stadtbild bewahrt werden. Damit der Aufenthalt im Bahnhof und seiner Umgebung in Zukunft attraktiver wird, wollen die Deutsche Bahn und die Freie und Hansestadt Hamburg das Bahnhofs-Areal neugestalten.

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Deutsche Bahn AG, Christian Bedeschinski

 

Die Anforderungen und Ziele des Wettbewerbs auf einen Blick:

  • Sichere und komfortable Wege und Aufenthaltsbereiche schaffen.
  • Eine gute Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs sicherstellen. Dabei umweltverträgliche Verkehrsmittel priorisieren d.h. nicht motorisierte Verkehrsträger (Fußgänger:innen sowie private oder öffentliche Fahrräder), öffentliche Verkehrsmittel (Bahn und Bus), sowie Carsharing und Mitfahrzentralen.
  • Den Denkmalschutz beachten.
  • Die Belange von Frauen einbeziehen.
  • Die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Personen beachten.
  • Die heterogenen Nachbarschaften wie bspw. die Innenstadt und St. Georg sinnvoll miteinander verbinden.
  • Das klimapolitische Ziel Hamburgs einer Reduzierung der CO2-Emissionen fördern.
  • Die Vorbildfunktion öffentlicher Gebäude für die urbane Stadtnatur erfüllen, z. B. durch Fassaden- und Dachbegrünungen.
  • Die Artenschutzrechtliche Erfordernisse berücksichtigen, z.B. durch das Verhindern von Vogelschlag.

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Hinweis: Der Online-Dialog wurde zum 28. März 2021 geschlossen. Vielen Dank für Ihre Beteiligung und Ihre Hinweise zu den Aufgabenfeldern des Wettbewerbs. Die eingegangenen Kommentare finden Sie zusammengefasst in einem Impulspapier, welches den teilnehmenden Architekten-, und Planungsbüros sowie den Jury-Mitgliedern zu Beginn der Bearbeitungs­phase im April 2021 zur Verfügung gestellt wurde.  Offengebliebene Fragen können Sie weiterhin über unser FAQ einreichen.

Eingegangene Kommentare

Kommentar von Jutta Kodrzynski, 28. März 2021

Der Hauptbahnhof benötigt weitere Zugänge um den Menschen die aus :
der Innenstadt
der Hafen City
dem Sonnig-Gebiet / Hammerbrook / City Süd
dem Münzviertel 
dem Kontorhaus-Viertel
kommen, alles Gebiete mit vielen Büros und Arbeitsplätzen, aber auch mit zunehmender Wohnbevölkerung, einen schnellen Zugang zum ÖPNV / Regionalverkehr zu ermöglichen. Hierfür bietet sich die Altmann-Brücke an, zumal diese auch in der Verlängerung der Steinstraße, voraussichtlich zukünftige Ersatztrasse für die Mönckebergstraße, liegt und den Bussen ein umständliches Kurven ersparen würde. 
Die Gerüchteküche sagt, dass die Bahn zur Amortisierung der Investition ein Gebäude mit Gewerbe- und Büroflächen plant. 
Schaut man sich den Standort an, so sollte mensch etwas über den Tellerrand schauen.

Coronabedingt wird voraussichtlich die Nachfrage nach Büro - und / oder Gewerbeflächen , überall, stagnieren oder evtl. auch zurückgehen (erste Leerstände in der Innenstadt). 

Andererseits gibt es in dem Teil der Innenstadt zwei leer stehende Gebäude mit entsprechenden Flächen, Büro und Gewerbe. (Galeria Kaufhof, Karstadt Sporthaus)

Es entsteht als Ersatz für die City-Hochhäuser ein großer Komplex mit Gewerbe- und Büroflächen am Klosterwall.

Coronabedingt werden in dem Teil der Innenstadt sicher zukünftig Gewerbeflächen frei

Durch den Bau des Shopping-Centers in der Hafen City werden sicher weitere Gewerbeflächen in der Innenstadt frei (Flächenkonkurrenz)

Es gibt viele Diskussionen, dass sich die Innenstadt neu erfinden muss, und nicht weiterhin. nur auf Gewerbe und Büro setzen soll. Ein weiteres Büro- / Gewerbegebäude wäre für diese Diskussion kontraproduktiv und überhaupt nicht wegweisend.

Im Zuge der Nordkanalstraße / Spaldingstraße entstehen weitere gewerbliche Flächen und Hotels, etwas anderes kann dort nicht gebaut werden.

Dies Aufzählung, die sicher noch nicht abschließend ist, zeigt, dass ein weiteres Gebäude für Büros und Gewerbeflächen nicht erforderlich ist an dem Standort. 
Wichtig wäre hingegen., für die Menschen die aus den o.g. Bereichen kommen, schnelle Zugänge zu ÖPNV/ Fern- und Regionalbahnen zu schaffen an denen auch Räder sicher abgestellt werden können. 

Folgt Mensch der Gerüchteküche, dann wäre die Front des jetzigen Bahnhofs, Richtig Süden, mit den Plänen der Bahn, nicht mehr wahrnehmbar. Ein , in Hamburg ja leider inzwischen übliches , Aushebeln des Denkmalschutzes. 
Sollte es dazu kommen, dass diese zusätzlichen Büro- und Gewerbeflächen erstellt werden, so wird das Verwertungsinteresse der Bahn (das schlechteste Beispiel hierfür in Hamburg ist immer noch der Bahnhof Altona ) evtl. erfüllt, auf der Strecke bleiben jedoch Denkmalschutz, Mobilität für Nutzer*innen der Verkehrsmittel sowie stadtplanerische Aspekte. Außerdem gab es mal erste Überlegungen den Grünzug Horner Geest etwas weiter in die Innenstadt zu führen, diese Möglichkeit würde auf immer verbaut werden mit der Errichtung des Büro- und Gewerbegebäudes (wie anscheinend geplant) und der Überdachung des Steintordamms.

Kommentar von Malte Kurzweg, 28. März 2021

Als faktisches Stadtzentrum von Hamburg ist der Hauptbahnhof ein Anlaufpunkt für alle Bürger:innen der Stadt, aber auch für Gäste, Pendler:innen etc. Auf Grund dieser besonderen sozialen Funktion ist es wichtig, sich darüber klar zu sein, dass der Bahnhof und sein Umfeld ein demokratischer Raum ist, in dem sich jeder gleichermaßen Aufhalten darf. Zwar wurden gewisse Punkte wie z.B. die Eingliederung der Bahnhofsmission in den Bahnhof angesprochen, doch muss hier ein grundsätzliches Umdenken sowohl bei der Stadt, als auch bei der Deutschen Bahn stattfinden. Für viele Personen ist das Umfeld des Bahnhofs der einzige Aufenthaltsort, Treffpunkt und Ort für sozialen Kontakt den sie haben. Es sollte, anstatt zu versuchen die Menschen durch ein erweitertes Konsumangebot und verstärkte soziale Kontrolle fernzuhalten, eine umfangreiche Infrastruktur geschaffen werden den Menschen zu helfen und Initiativen und Vereinen wie z.B. dem Gabenzaun, der Bahnhofsmission, KIDS und dem Drob-Inn zu mehr Platz und Sichtbarkeit verholfen werden.

Neben dieser sozialen Funktion stellen die Bereiche um den Bahnhof durch seine Zentralität einen wichtigen Raum für gelebte Demokratie in Hamburg dar. Oft wird vor allem der Hansaplatz als Treffpunkt für Demonstrationen genutzt und diese Funktion sollte unbedingt aufrecht erhalten bleiben. Eine Kommerzialisierung des öffentlichen Raums durch eine überdachte Passage mit Einkaufsmöglichkeiten verdrängt diese wichtige Funktion des Bahnhofsumfelds.

Grundsätzlich sollte im Wettbewerb und auch in der späteren Vergabe hinterfragt werden, ob es der beste Lösungsansatz einem Platzproblem mit zusätzlicher Bebauung zu begegnen und damit (demokratische) Freiräume einzuschränken. Grundsätzlich begrüße ich die Ansätze den Fußgängerverkehr vermehrt über die angrenzenden öffentlichen Räume zu führen und diese dafür von überflüssigen Auf-, An- und Umbauten zu befreien. Die aufgeräumten Flächen dann aber wieder zu bebauen halte ich für Kontraproduktiv.
Viel eher sollte man das Aufräumen auch auf das innere des Bahnhof anwenden und hier die hauptsächlich konsumorientierten Einbauten reduzieren oder sogar gänzlich entfernen. Eine Klärung der Eigentumsverhältnisse (Erbpachtvertrag der Wandelhalle) ist für eine zielgerichtet Verbesserung der Besucherströme und der zukunftsträchtigen Veränderung unabdingbar. Darüber hinaus sollte darüber nachgedacht werden das Sonderöffnungsrecht an Sonntagen auf den Einzelhandel im direkten Bahnhofsumfeld zu erweitern um so, neben der Entlastung des Bahnhofs auch die Belebung der Innenstadt voranzutreiben.

Für die vielen Funktionen die der Bahnhof und sein Umfeld erfüllen soll muss darauf geachtet werden, dass dafür am Ende auch der Platz noch da ist.

Kommentar von Anonym, 26. März 2021

Ich würde begrüßen, wenn die vorhandenen Passagen verbessert werden. Neue braucht es m.E. nicht!
Gut wäre auch die Möglichkeit eines angenehmen Aufenthalts im Freien, z.B. mit Gastronomie-Bereichen vor dem Bahnhof (in Richtung Schauspielhaus wäre viel Platz).
Eine Entzerrung gerade an der S-Bahn Richtung Süden würde am besten gelingen, wenn man am Hühnerposten einen Zugang baut.

Kommentar von Volker Tschirch, 26. März 2021

Der Verband der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Nord e.V. (VMG Nord) begrüßt die notwendige Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs. Mit ihr kann die chronische Überlastung überwunden und eine spürbare Attraktivitätssteigerung erreicht werden. 

Der Hamburger Hauptbahnhof ist nicht nur das Tor in die Freie und Hansestadt Hamburg im allgemeinen, sondern zugleich Entrée in eine der attraktivsten und vielseitigsten Einkaufsstädte Europas. Dieses muss dazu dienen, dass Menschen sich in Hamburg willkommen fühlen und gerne Zeit im Zentrum, der Pulsader Hamburgs, verbringen. Deshalb spielt es eine besondere Rolle, dass bei der Planung des Bahnhofs hohe Aufmerksamkeit auf den Aspekt der Sauberkeit und der Sicherheit gelegt wird. Für die Besucher muss der Hauptbahnhof ein Ort werden, an dem man sich wohl fühlt und gerne verweilt. Kurzfristig könnte zur Erreichung dieses Ziels bereits heute eine Bannmeile um den Hamburger Hauptbahnhof eingerichtet werden. 
Aufgrund seiner besonderen Position im Herzen der Einkaufsstadt Hamburg ist es auch von herausgehobener Bedeutung, dass bei der weiteren Planung der Bahnhofsvorplatz zwischen dem Beginn der Mönckebergstraße und dem Museum für Kunst und Gewerbe mitgedacht und attraktiv gestaltet wird. 

Der VMG Nord blickt dem weiteren Prozess mit Spannung entgegen und wird ihn weiterhin konstruktiv begleiten.

Kommentar von Martin Streb, 26. März 2021

Bahnhofsmission im HBF gut erkennbar und erreichbar auch für Randgruppen, nicht im Nordwesten anordnen, dort Sichtachse und Freifläche für Kunsthalle als Zugang für Hamburger und Kunsttouristen mit Ausstellungen im Freien.
Ort der Stille nicht verstecken.
Wartesaal für alle.
Zur Entlastung von St. Georg und Hansaplatz Trinkraum suchen.

Kommentar von Peter J. , 24. März 2021

Die unterirdischen Wegstrecken/Räume am Hbf werden sträflich vernachlässigt. Will man diese Bereiche angenehmer und vor allem auch sicherer gestalten, wäre eine kommerzielle Erschließung sinnvoll. Durchgehender Besatz mit Gastronomie und Einzelhandel würde diese Areale automatisch beleben und somit auch eine Aufenthaltsqualität schaffen. Dies gilt vor allem für die langen Tunnel zur U2/U4. Eine „unterirdische Wandelhalle“ von der SpitalerStrasse zum Schauspielhaus mit barrierefreien Zugängen auf beiden Seiten könnte auch eine bessere Verknüpfung von Innenstadt und St Georg leisten. Siehe Beispiel München. Vor allem das Thema gefühlte Sicherheit könnte so positiv adressiert werden. 

Die Schaffung von großen Freiflächen rund um den Hbf sollte mit einem Sicherheitskonzept einhergehen. Der Bahnhof ist und bleibt ein Brennpunkt. In Berlin wirkt sich die Nähe zu Spree und Regierungsviertel positiv aus. Der Bahnhof dort ist gleichsam in einem akzeptierten, erschlossenen und belebten Freiraum eingebunden. Ich bin skeptisch, ob dies in HH gelingen wird. Vielleicht gelingt es ja eines Tages eine Art Freiraum-Achse Hbf-Museumareal-Alster zu etablieren, die von den (künftigen) Bewohnern der Innenstadt als innerstädtische Freifläche für sich erschlossen wird. Leider will dies bislang aber nirgendwo in der HH Innenstadt klappen, wie etwa die traurigen Beispiele Rathausplatz, Gertudenkirchof oder auch Jungfernstieg zeigen.

Was tatsächlich weiträumig rund um den Hbf fehlt, sind ansprechende Flächen für Außengastronomie. Möglicherweise wäre eine (überdachte/wettergeschützte) Plaza ein sinnvoller Ansatz, um angrenzende Freiflächen zu beleben. 



 

Kommentar von Anonym, 24. März 2021

Den Hamburger Hauptbahnhof kenne ich viele Jahre als Pendlerin. Dabei habe ich alle möglichen Wege und Verkehrsmittel zu allen möglichen Zeiten genutzt (U und S-Bahn, Regionalbahn und Bus). 

Mir sind mit in dieser Zeit vor allem die vielen vereinzelten Plätze der sozial schwächeren und/oder obdachlosen Menschen aufgefallen. 
Ja, es gibt eine Bahnhofsmission, aber diese scheint die vielfältigen Bedarfe gerade dieser Personengruppen nicht auffangen zu können (Aufenthaltsräume, Beratungsangebote und vieles mehr) und sie ist für die meisten mit ihrer Arbeit nicht hinreichend sichtbar. Man kann den Hauptbahnhof als Ort der Begegnung nicht ohne diese Personengruppen denken und planen. Diese Personengruppen gehören genauso dazu, wie alle anderen Nutzer des Bahnhofes und sind daher auch entsprechend zu hören, zu beteiligen und zu berücksichtigen. Eine Zusammenarbeit zwischen den Betreibern des Hauptbahnhofs, der Stadt, den Trägervereinen sozialer Angebote und SprecherInnen dieser Gruppe sollte dafür erfolgen. 

Des Weiteren sollte ein Fokus auf Barrierefreiheit gelegt werden. Wichtig dabei ist zu verstehen, dass Barrierefreiheit sich nicht darin erschöpft, mit dem Rollstuhl von A nach B zu kommen - natürlich ist das wichtig, aber es geht um viel mehr. Beispielsweise ist es wichtig, dass die Leitsysteme für blinde Menschen und gehörlose Menschen ausgebaut und z. B. mit digitaler Technik (etwa QR-Codes zur Vorlesefunktion der Fahrpläne etc.) sinnvoll verzahnt werden. Des Weiteren sind Informationen in leichter und einfacher Sprache mit Piktogrammen wichtig - nicht nur für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, sondern auch für Menschen, die nicht lesen können oder die über wenig Deutschkenntnisse verfügen.
Über allem sollte die Frage stehen, wie alle Menschen möglichst barrierefrei und selbstständig pendeln und reisen können. Dafür sollten Prüfgruppen der jeweiligen Personengruppen eingebunden werden, die mit ihren Erfahrungen den Planungsprozess unterstützen können.

Ferner - und das schließt an die Barrierefreiheit an - sollte es eine ausreichende Anzahl an öffentlichen Toiletten geben, die ohne Treppen erreichbar sind. Dies ist nicht nur für in der Mobilität eingeschränkten Menschen wichtig, sondern auch für Menschen mit Kinderwagen oder größeren Gepäckstücken. Des Weiteren sollten diese Toiletten regelmäßig gereinigt und beaufsichtigt werden - insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit in den Abend- und Nachtstunden.
Der Aspekt der Sicherheit ist auch in den Unterführungen und Zuwegen zum Bahnhof wichtig. Gerade als Frau fühlt man sich vor allem in den Abend- und Nachtstunden in diesen Arealen nicht hinreichend sicher. Die Aufstockung von Sicherheitspersonal, Sicherheitstechnik und die Zusammenarbeit mit der Polizei ist hier wichtig.

Schließlich ist es ebenfalls für alle verschieden Gruppen der PendlerInnen und Reisenden mit und ohne Einschränkungen wichtig, zu wissen an wen man sich wenden muss, wenn es zu Verspätungen oder Zugausfällen kommt. Die Infopoints der Deutschen Bahn sollten dafür an jeder Seite des Bahnhofs sichtbarer und kundenfreundlicher werden. Häufig konnte ich in der Vergangenheit verlässliche Infos nur über die Deutsche Bahn App bekommen. Dies schließt sich wiederum an das Thema Barrierefreiheit an. Alle PendlerInnen und Reisende müssen die Möglichkeit haben, möglichst schnell verlässliche und für sie verständliche Infos über ihre Zugverbindungen zu erhalten.

 

Kommentar von Stefan A., 23. März 2021

Es sollte im oder direkt am Bahnhof Co-Working-Spaces geben. Also wo man für wenige Euro z.B. auf 30 Min-Basis einen Tisch mit Sichtschutz und Stromanschluss mieten kann damit man dort auch kurz arbeiten kann wenn z.B. der Geschäftstermin früher fertig war, der Zug Verspätung hat oder man noch für die Uni lernen muss. Es gibt zwar die DB Lounge, diese ist aber nur für Viel-Bahnfahrer. Alternativ könnte man diese erweitern und auch für Nicht-Sehr-Viel-Bahnfahrer gegen eine kleine Gebühr öffnen.

Kommentar von A. Daniel, 22. März 2021

1. Erweiterung der betrieblichen Kapazitäten
Die Idee des Verbindungsbahn-Entlastungstunnels (Ferlemann-Tunnel) ist zwar aufwändig zu realisieren und mit Sicherheit nicht billig aber die perfekte Lösung, mehr Kapaziät für Fern-und Regionalverkehr auf der Verbindungsbahn zu schaffen. Zusätzlichen Nutzen schaffen Durchbindungen im Regionalverkehr. Heute enden alle RE aus Bremen, Uelzen, Schwerin und Lübeck im Hamburger Hbf. D.h. alle Fahrgäste, die nicht in die unmittelbare Innenstadt wollen, müssen am Hbf in andere Verkerhsmittel umsteigen und belasten die Wege im Hbf zusätzlich. Eine Durchbindung der aus Süden und Osten kommenden Regionalzüge in Richtung Norden würden für diese Reisenden direkte Verbindungen zum Dammtor (Uni/Messe) und Altona bedeuten und andere Umsteigepunkte zu U- und S-Bahn einfach erreichbar machen. Eine weitere Entlastung des Hbf könnte man mit einer Führung einzelner RE-Linien über die Güterumgehungsbahn erzielen, um so z.B. die City Nord oder Barmbek direkt mit dem Hamburger Umland zu verbinden.
2. Bauliche Erweiterung
Überdachung des Steintordamms mit direkten Zugängen zu den Bahnsteigen - sehr gut. Allerdings darf die bauliche Erweiterung die architektonische Qualität des Bahnhofsgebäudes nicht schmälern und auch dessen optische Anmutung nicht verschlechtern. Auf jeden Fall sollte auf Hochhäuser, Pavillons und sonstige Anbauten unbedingt verzichtet werden.

Kommentar von Klaus-Dieter Schwettscher, 22. März 2021

In dem "Loch" zwischen dem Hauptbahnhof und dem "Hühnerposten" sowie Mediamarkt und Gewerkschaftshaus/Wüstenrothaus entsteht infernalischer Lärm, der die gesamte Umgebung extrem abwertet. Z.T. ist Arbeiten nur mit erheblichen Belästigungen durch Lärm möglich oder eben zeitweise unmöglich. Auf jeden Fall nicht gesundheitsförderlich. Die Aufenthaltsqualität im Freien tendiert gen Null. Insofern ist die bauliche Verlängerung des Bahnhofsgebäudes nach Süden ein richtiger, bisher aber zu kleiner Schritt. Vielmehr sollten die Gleise auf weiterer Strecke "eingehaust" werden. Sinnvollerweise vom Bahnhof bis zur Brücke vorm "Hühnerposten" zusätzlich begehbar, weil damit Wege- und Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen würden. Aber auch hinter der Brücke, in Fahrtrichtung Osten, sollte eine Einhausung der Gleise, wegen des Lärms in der Kurvenlage, geprüft werden. Da vom Bahnhof kommend, zahlreiche Touristen zufuß südlich liegende Quartiere ansteuern, sollte hier auch die "Willkommenskultur" durch Schaffung eines weniger brutal vernachlässigtes Stadtbild gesteigert werden.

Kommentar von Petra Ludwig-Sidow, 20. März 2021

Als ich Kind war, wurde das wunderschöne Backsteinschloss des Altonaer Bahnhofs abgerissen. Ich habe geweint. Noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich Fotos das alten Bahnhofs sehe. Es ist für mich die größte Architektursünde Hamburgs. Ein ähnlicher Fehler darf nie wieder passieren. Für den Dammtorbahnhof hatte man daraus offenbar gelernt. Auch für den Hauptbahnhof muss die Planung in Bezug auf vorhandene architekturhistorische Qualitäten zu neuem Glanz führen. Das Bahnhofsgebäude sollte nicht aus Finanzierungsgründen durch gesichtslose bis hässliche Konsumtempel verunziert werden.

Kommentar von Anonym, 19. März 2021

Es sollte im Rahmen des Wettbewerbs auch auf den etwaigen Ferlemann-Tunnel eingegangen werden. Denn es wäre misslich wenn der Hauptbahnhof umgebaut wird und dann danach entschieden wird den Ferlemann-Tunnel zu realisieren, aber der erste Umbau den Ferlemann-Tunnel und die dazugehörigen Bauten blockiert. Mein Wunsch wäre also, dass ein Bauziel wird, dass problemlos eine erneute Erweiterung realisiert werden kann. Danke!

Kommentar von Heike Christel Köhler, 19. März 2021

Was ich seit den 30 Jahren, die ich jetzt in Hamburg wohne vermisse, sind kurze, barrierefreie Verbindungen von den U-und S-Bahnstationen zu den Fernbahnsteigen. Die Koffer müssen erst bis ganz oben hinauf geschleppt werden und dann wieder hinunter. Wenn der Hauptbahnhof umgebaut wird, sollten barrierefreie Verbindungen als erste eingebaut werden.
Die Strecke der S3 Richtung Harburg ist stark überlastet. Verbesserungsmöglichkeiten werden durch fehlende Gleise (S3, S31, S21 und S2 teilen sich ein Gleis) verhindert. Es werden mindestens zwei weitere S-Bahngleise (eins für jede Richtung) benötigt. Wenn künftig noch weitere S-Bahnen eingerichtet werden sollen (S32, S33, S4), werden ggf. noch weitere S-Bahngleise benötigt.
Der Hauptbahnhof liegt wie ein Sperrklotz zwischen den Schnellbahnstationen und der Innenstadt. Wenn er wie geplant, nach Süden verlängert wird, sperrt er noch mehr ab. Dadurch laufen sehr viele Menschen, die gar nicht die Fernbahn nutzen wollen, durch den Hauptbahnhof. Es herrscht ein enormes Gedränge. Die Abstände, die in einer Epidemie einer durch die Luft übertragbaren Krankheit (Corona war bestimmt nicht die letzte) notwendig sind, können nicht eingehalten werden. Es sollte geprüft werden, ob nicht die Stationen der U1, der U3 und der S-Bahnen auf die Westseite des Bahnhofs verlagert werden können. Die U-und S-Bahnstationen könnten zwecks Barrierefreiheit und Kostenersparnis oberirdisch gebaut werden. Zur Sicherheit der Fußgänger müssten die Stromschienen der S-Bahn in den Querungsbereichen abgedeckt werden.

Kommentar von Jan Hermann, 17. März 2021

Vieles ist wichtig, für den Hamburger Hauptbahnhof. Kurze Wege, Aufzüge, Serviceeinrichtungen des Nah-und Fernverkehrs, Geschäfte für Food- und None Food, etc. Das meiste schon oft genannt und in Diskussionen platziert. 
Mein Beitrag:
Sehr lobenswert wäre es, wenn man wieder eine kleine Eck-Kneipe, wie die Bier-Bar auf dem Nord-Steg platzieren könnte. Dort wo es Bier vom Fass gibt und man rauchen darf. Dort wo sich Hamburger, Touristen, Reisende, gestrandete, Leute aller Nationalitäten, aller Religionen, Leute mit hohem, geringen oder fast gar keinem Einkommen treffen, schnacken, diskutieren, feiern und trauern können. Es wäre zu bedauern, wenn auch die Kultur der Bahnhofskneipe in Hamburg aussterben würde. 
Bin (-vor Corona) 4-6 mal im Monat, mit der Bahn, in Deutschland unterwegs. Meine Rückreise führt in der Regel immer vom Süden über Hamburg nach Schleswig-Holstein. Wenn man es über die Elbbrücken geschafft hat, dann weiß man, das man wieder auf „der richtigen Seite der Elbe ist“. Auch wenn ich in einem durchgehenden Fernreisezug in Richtung Kiel sitze, steige ich in Hamburg Hbf aus. Gehe freudig hoch in die Bahnhofskneipe, gönne mir eine Zigarette und ein Bier. Dabei kann man die Leute genießen, die Stimmung, die es nur im Bahnhof gibt, vielleicht sogar eine Stimmung, die es nur im Hauptbahnhof von Hamburg gibt. Die weiterfahrt in Richtung Kiel ist dann tagsüber fast im halb Stundentakt möglich. 
Bitte liebe Entscheider, lasst diese Situation nicht auch in Hamburg sterben. In der ganzen Republik, werden die Bahnhöfe immer schöner und bequemer. Man bekommt die feinsten Speisen, den besten Kaffee in hübschen Lounges, nur eine solide Kneipe, die findet man fast gar nicht mehr. 
Sicherlich sind rauchfreie Räume sehr sinnvoll, sicherlich soll man den Konsum von Alkoholika nicht fördern. Aber der Bahnhofskomplex ist so groß ausgeprägt, da muss für die Bahnhofskneipenkultur ein kleiner Platz zu finden sein.
Thema Sicherheit, während meiner Aufenthaltszeit in der Bier-Bar ist es nie zu kritischen Situationen durch die Gäste gekommen. Selbst zu Zeiten von Hafengeburtstag, Demos oder Fußballspielen. Am Bahnsteig und im Vorfeld des Bahnhofes habe ich Bundespolizei und DB Sicherheit schon oft einschreiten sehen müssen, bzw. habe selber Hilfe angefordert. Eine Kneipe im Bahnhof stellt kein Sicherheitsrisiko dar. 
Bitte nehmt uns nicht unsere Bahnhofskneipe.

Kommentar von Anonym, 10. März 2021

Der Ansatz zusätzlichen "Aufenthaltsraum" zu schaffen ist an dieser Stelle grundsätzlich falsch! Entweder es sind kommerzielle Flächen mit Hausrecht oder es wird wie heute zum Aufenthalt von Personen, die man nicht unbedingt treffen möchte.

Das Umsteigen zwischen Zügen bzw. zur U-Bahn ist ein Vorgang von wenigen Minuten, da kauft man was zu Essen auf die Hand oder eine Zeitung oder es ist eben ein komplettes Shoppingcenter wie Leipzig, wo man massenweise Platz hatte. Mit dem Deutschlandtakt und noch mehr Internetinfo wird die Wartezeit noch kürzer werden.
Auch die -1 Ebene "Passarelle" in Hannover ist als Fressmeile nach dem Umbau jetzt recht gut gelöst. Da freut dann die DB auch bzgl. Mieteinnahmen.

Das Hauptproblem in Hamburg ist die Bündelung aller Umsteiger auf allen 
Verbindungen (S/U/RE/Fern) im Hbf.
Das wechselnde Durchbinden der Züge zwischen Niedersachsen und und SH würde viel bringen. Dann würden Personen mit Ziel Uni/UKE z.b. von Süden ohne Umstieg bis Dammtor durchfahren. d.h. jeder 2. Zug von Elmshorn endet in Altona/Diebsteich und nur jeder 2. Zug fährt über die Verbindungsbahn. Von Süden sinngemäß, wahrscheinlich gibt das aber der "Sparbahnhof" Diebsteich nicht her.
Zusätzliche Halte in Hasselbrook (Vorh./zzgl. Fahrstuhl / 2.FG-Tunnel Südende / Rolltreppen), Elbgaustrasse (Neubau) und ein Umbau des Knotens Berliner Tor für den Umstieg zur S-Bahn (breite Fußwege ohne Läden / Express-Laufbänder wie in Paris oder am Flughafen) bzw. RE (neuer Halt) würden den Umstieg im Osten entlasten.
Zusätzlich RE-Züge auf die Güterumgehungsbahn direkt nach Alsterdorf, Barmbek und Wandsbek bzw. Horn (Rauhes Haus). (Lüneburg<>Elmshorn über Barmbek) .
Und das Halten von mehr IC/ICE in Bergedorf und Harburg, auch wenn das für DB-Fern "unwirtschaftlich" ist.

Ein zusätzliches Shoppingcenter braucht Hamburg nach dem Überseequartier und Corona nicht mehr.
Berlin mit seinem dezentralen System (Pilzmodell) verteilt die Umsteiger auch auf mehrere Knotenpunkte. Der Hbf. Berlin ist aber auch mehr ein Shopping/Bürocenter, auch wenn er letztlich als zusätzlich Zentraler Umsteigepunkt für alle Linien dient. Auf die meist durchgehenden (!) Berliner RE-Linien in alle (!) Richtungen kommt man aber auf > 10 gut an die U-/S-Bahn angebundenen Bahnhöfen und nicht wie in Hamburg auf nur 2-3 richtungsbezogen Nord/Süd und letztlich fast nur im Hbf.
Durch die U5 und den "Ferlemanntunnel" und zusätzliche Nutzflächen am Hbf. würde diese schlechte Überkonzentration auf einen Punkt noch weiter erhöht. Hamburg liegt nicht nur rund um die Binnenalster, sondern auch in Farmsen, Jenfeld, Niendorf und Heimfeld.
Bei mir in Farmsen ist der Gehweg z.B. nur 50 cm breit und matschig, da war noch nie ein Politiker/Stadtplaner zu Fuß unterwegs.
Die Konzentration auf einen Punkt ist auch bei Störungen sehr ungünstig. "Personen im Gleis" und ganz Hamburg steht.

Also bitte das seit Jahren geplante Provisorium zusätzlicher Treppen schnell endgültig (mit Dach) herstellen und weitere Gelder und Diskussionen bitte zuerst in Berliner Tor und andere dezentrale Verteilerpunkte investieren. Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
"Große Wurf" am Hbf. wird seit >10 Jahren diskutiert und passiert ist nichts !